Gedichte zur Natur
von
Bernd Pol

Zurück Zurück zur Willkommensseite Nach unten

---

Copyright
© Bernd Pol 2002, Alle Rechte vorbehalten

---

abend purpur

es ist nicht wahr
dort im abendpurpur

stirbt nicht der tag

langsam wenn sich
das dunkle tor da öffnet

dann schweig
den einen atemzug

zum opfer

lebt dieser tag nicht nur
weit hinten verborgen

aus abendpurpur
morgen purpur

ganz still

ruf jetzt noch keine
wolken herbei

denn du

bist wirklich
hier

herbst baum

draußen

im trüben
schweren gold

gleitet er

durchs eigene
alt gewordene
laub

da

greift
aus seinen
schwarzen adern

von diesem jahr

der absichtslose
traum von
menschen

an

der da
verschonend

bleibt

draußen
da
drunten

berge leben

morgen
leben die berge
wieder
rollen die steine
zu tal

da streckt sich noch unter der sonne
das eis
bricht in verborgener spannung
ein
jahrtausende alt gewordenes leben
zu tag

oh dieser schrei
wenn der berg
sich hebt

jahr millionen
leben

ein tag

da gingen so viele täler verloren
da füllten sich meere aus stein
da flohen die fische
und die pflanzen verdorrten
und in diese gipfel
sank leben ein

so viel leben
so viel tod

noch immer

wächst hier
ein dasein

im stein

das tier über dem himmel
das tier
kroch da wieder

über den himmel

diese spur
trag ich dir nach

was ich
sein möchte

in dir

fehlt mir raum
für die wünsche

bleibt erfüllung

für dich
aus
diesem tier

innen am himmel

verroht mir
für dich

doch die welt

grünt dir
woanders
vielleicht

besser zur zeit

wenn meine wünsche
dich nicht mehr
erreichen

unter der spur
von diesem tier
da am himmel

innen in mir

---

Zurück Nach oben